Empfehlung Nr. 3: hochwertige Proteinbausteine

„Wenn man versäumt, adäquate, qualitativ hochwertige Proteine zu essen, resultiert das im Versagen Ihrer Zellen und der Unfähigkeit des Körpers, sie zu reparieren. Dieser Schaden ist unnötig und 100% vermeidbar.“
Dr. Nicolas Perricone


   Der dritte Antiaging-Ansatz Dr. Perricones sind Proteine: das, was man im Allgemeinen als Eiweiss bezeichnet. Nach Wasser ist Protein die Substanz, die in unserem Körper am meisten vorkommt: Der menschliche Körper besteht zu etwa 15 bis 20% aus Protein.

   Alle Zellen, Knochen, Organe, aber auch Enzyme oder Blutkörperchen bestehen zu einem grossen Teil aus Proteinen. Sie sind das ‚Baumaterial’, aus dem unser Körper besteht. Proteine wiederum sind aus noch kleineren Einheiten zusammengesetzt, den Aminosäuren. Es gibt 23 verschiedene Aminosäuren, aus denen unser Körper je nach Bedarf die unzähligen verschiedenen Körpereiweisse zusammenbaut, die er benötigt. Schätzungen gehen davon aus, dass der menschliche Körper über 50 000 verschiedene Proteine enthält, jedes mit einer anderen Aufgabe.

   Einen Teil der benötigten Aminosäuren kann der Körper recyceln, z. B. aus abgestorbenen Körperzellen. 8 Aminosäuren jedoch sind ‚essentiell’, d. h. lebensnotwendig. Sie müssen von aussen, also über die Nahrung, zugeführt werden. Aus diesen 8 Aminosäuren kann unser Körper alle anderen Aminosäuren zusammenbauen, aber nicht umgekehrt. Ist nur einer dieser elementaren Grundbausteine nicht vorhanden, können ganze Aminosäureketten – oft bis zu mehreren Hundert Aminosäureglieder lang – nicht zusammengebaut werden. Dann fehlt unserem Körper das entsprechende Körperprotein.

   Proteine – d. h. Aminosäuren – werden z. B. bei jeder Muskelkontraktion benötigt. Das bedeutet in der Praxis: nicht nur bei starker körperlicher Betätigung, sondern auch bei der Atmung oder jedem einzelnen Herzschlag. Wir verbrauchen ständig Aminosäuren und müssen sicherstellen, dass wir unserem System auch genügend nachliefern. Auch die Zellerneuerung – die ja ebenfalls ständig in riesigem Umfang stattfindet – sowie der Aufbau neuer roter und weisser Blutkörperchen, das gesamte Immungeschehen und buchstäblich Tausende von anderen Vorgängen in unserem Körper benötigen Aminosäuren. Unser Gehirn muss ebenfalls mit Aminosäuren versorgt werden; nicht nur für die Nerven und Nervenfunktionen, sondern auch für die Bildung von Neurotransmittern, also den Botenstoffen, die die Informationsübermittlung zwischen den einzelnen Nervenzellen regeln. Tryptophan z. B. – eine der essentiellen Aminosäuren – wird im Gehirn in Serotonin umgewandelt, das nicht nur einer dieser Botenstoffe, sondern auch für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, unser Schmerzempfinden und nicht zuletzt für gute Laune zuständig ist.

   Unser Körper besitzt keinen Eiweissspeicher mit überschüssigem Eiweiss. Höchstens in Form unserer Muskeln, die zu einem hohen Prozentsatz aus Protein, d. h. Aminosäuren bestehen. Tritt im Körper ein Eiweissdefizit auf, reagiert er kannibalisch, d. h. er stillt den Aminosäurenbedarf aus den Muskeln, den Knochen oder lebendem Körpergewebe.

   Aber wie beim aktiven Wasserstoff sind auch in Bezug auf Aminosäuren die Möglichkeiten stark begrenzt, uns über die Nahrung ausreichend zu versorgen. Es gibt nämlich kein einziges Nahrungsmittel, das alle 8 essentiellen Aminosäuren in der optimalen Form und Kombination enthält. Diese Tatsache ist aber nur eines der Probleme, die im Zusammenhang mit Nahrungseiweiss auftreten.

   Dr. Perricones Vorgehen, den Körper mit grossen Mengen hochwertigen Proteins zu versorgen, ist natürlich vom Ansatz her absolut richtig. Er empfiehlt insbesondere Fisch als Proteinquelle, ganz speziell Lachs, da dieser neben hochwertigem Protein auch wichtige essentielle Fettsäuren und andere Vitalstoffe enthält. Dr. Perricone empfiehlt z. B. für sein 3-Tage-Powerprogramm, 3 mal täglich Lachs zu essen. Gleich zum Frühstück eine Portion gebratener oder gedünsteter Lachs, zusammen mit einer ‚amerikanischen’ Omelettvariante, nämlich einem Omelett aus einem Ei und zwei Eiweiss ohne Eigelb. Mittags und Abends zwei weitere Portionen Lachs, diesmal mit Gemüse oder Salat. Und zusätzlich zwei weitere proteinlastige Zwischenmahlzeiten mit Hähnchenbrust… Damit versorgt er den Körper zwar mit wirklich grossen Mengen Proteinen – aber zu einem sehr hohen Preis.

   Lachs (und andere fettreiche Fischarten, die wegen ihres hohen Fettsäuregehalts als besonders gesund gelten) ist mittlerweile so stark durch Umweltbelastungen kontaminiert, dass Institutionen wie z. B. die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Grenzwerte diskutieren. Fettzellen können besonders ‚gut’ Giftstoffe speichern – übrigens auch in unserem Körper. Wissenschaftler raten mittlerweile den Konsumenten, den ernährungsphysiologischen Nutzen von Lachs und anderen fettreichen Fischarten gegen die möglichen Risiken abzuwägen. Da sich Giftstoffe wie Dioxin und PCB erst im Laufe mehrerer Jahre abbauen bzw. natürlich auch bei unveränderter Aufnahme anreichern, gehen einige Empfehlungen mittlerweile so weit, dass Frauen mit Kinderwunsch „vor der Schwangerschaft über mehrere Jahre komplett auf den Verzehr von Fisch verzichten“ sollten.

   Die EFSA stellte z. B. fest, dass gerade Dioxin und die dioxinähnlichen PCBs bei Lachs in so grossen Mengen angereichert ist, dass die „vorläufig duldbare wöchentliche Aufnahme“ (Provisional Tolerable Weekly Intake, PTWI) bei bis zu zwei Portionen fetten Fischs pro Woche nur dann nicht überschritten wird, wenn sicher gestellt ist, dass aus anderen Nahrungsquellen keine zusätzliche Belastung an diesen Stoffen besteht. Dr. Perricone dagegen empfiehlt drei Portionen Lachs pro Tag. Auch Fleisch kann nur bedingt als Proteinlieferant dienen, die Belastung durch Schadstoffe, aber auch Hormone etc. ist hier ebenfalls sehr hoch.

   Auch ohne Giftstoffbelastung – z. B. indem man auf den gesünderen, wenn auch teureren Wildlachs oder Biofleisch zurückgreift – sind Nahrungsproteine wie Fisch und Fleisch oder Eier für den Körper eine deutliche Belastung. Bei der Verstoffwechslung von Proteinen entstehen nämlich grosse Mengen Stickstoffabbauprodukte, die vor allem Leber und Niere, aber letztlich den gesamten Organismus belasten.

   Proteine können grundsätzlich über zwei verschiedene Wege verstoffwechselt werden. Nämlich über den aufbauenden bzw. anabolen, und den abbauenden d. h. katabolen Stoffwechsel.

protein-verstoffwechslung

Der aufbauende Stoffwechsel bedeutet, dass die Aminosäuren für Zellregeneration und ganz allgemein ‚Bauarbeiten’ in unserem Körper zur Verfügung stehen. Je mehr Aminosäuren aufbauend verwertet werden, desto weniger Stickstoffabbaugifte entstehen dabei. Fehlt aber nur eine einzige der essentiellen Aminosäuren, wird der abbauende Stoffwechsel eingeleitet. Dabei werden die Aminosäuren in Energie umgesetzt – was jedoch sehr viel weniger effektiv ist als die Energieerzeugung aus Kohlehydraten. Problematisch daran ist, dass bei dieser Form der Verstoffwechslung (und im Gegensatz zum anabolen, aufbauenden Stoffwechsel) grosse Mengen an Stickstoffabfall entstehen. Der Anteil des entstehenden Abfalls ist bei allen Nahrungsproteinen immer höher als die Menge der verwertbaren Aminosäurebestandteile. Im besten Fall, also bei den hochwertigsten Nahrungsproteinen, liegt das Verhältnis bei ca. 1:1. Bei minderwertigeren Nahrungsproteinen liegt das Verhältnis dagegen bei etwa 4:1, hier erhalten wir also viermal mehr Abfall als verwertbare Anteile!

Bei der abbauenden, d. h. energetischen Verstoffwechslung von Proteinen entsteht als Abfallprodukt auch Ammoniak, der wiederum in Harnsäure umgewandelt wird. Diese giftigen Substanzen müssen über die Nieren und die Leber entsorgt, d. h. ausgeschieden werden. Harnsäure ist nicht nur ein belastendes Abbauprodukt, sondern trägt zudem aktiv zur Übersäuerung unseres Körpers bei. Übersäuerung wird mittlerweile nicht nur als Auslöser für zahlreiche sogenannte Zivilisationskrankheiten, sondern selbst als gefährliche Zivilisations- oder Wohlstandskrankheit eingeordnet. Übersäuerung und seine drastischen Folgen sind uns allen aus unserer Umwelt ein Begriff. Man nennt es dort ‚Saurer Regen’ und ‚Waldsterben’. Genauso gefährlich und voller Konsequenzen ist auch die Übersäuerung in unserem Körper, mit der zahlreiche Krankheiten wie u. a. Gicht oder andere Rheuma-ähnliche Krankheiten in Verbindung gebracht werden.

   Unser Körper besitzt nur begrenzte Möglichkeiten, Harnsäure auszuscheiden: innerhalb von 24 Stunden ungefähr 0,5 Gramm. 500 Gramm Fleisch können aber schon eine Harnsäurenmenge von ca. 1,2 Gramm erzeugen. Das, was nicht ausgeschieden werden kann, lagert sich in Form kristalliner Stoffwechselschlacken in unseren Gelenken ab; auf Dauer führt das zu Entzündungen. Schmerzhafte chronische Krankheiten wie Gicht, Rheumatismus oder Arthritis sind die Folgen. Schätzungen gehen davon aus, dass derzeit allein in Deutschland etwa 3 Millionen Menschen an schweren und rund 7 Millionen Menschen an leichteren rheumatischen Erkrankungen leiden. Vielen von ihnen ist die Ursache ihrer Leiden noch nicht einmal bewusst. Denn wie auch viele andere Symptome der Übersäuerung werden rheumatische Beschwerden als angeblich ‚normale’ Degenerations- oder Alterungserscheinungen eingestuft. Auch Erkrankungen wie Osteoporose, Allergien sowie Verdauungsstörungen, Zellulite u. v. m. werden auf Übersäuerung zurückgeführt – ganz zu schweigen von einem chronischen Mineralstoff- (d. h. Basen-) mangel, der durch den Säureüberschuss in unserem Körper entsteht.

   Einerseits sind Proteine also wichtige Baustoffe für Zellaufbau, Regeneration und Gesunderhaltung unseres gesamten Organismus. Andererseits entsteht bei ihrer Verwertung eine grosse Menge Stickstoffabbaugifte, die unseren Körper massiv belasten. Bisher hatte man nur die Wahl zwischen

  • einer verminderten Proteinzufuhr, die natürlich eine Mangelversorgung mit Protein zur Folge hatte. Dies kann u. a. zu Verlust an Muskelmasse, Wassereinlagerungen, dünner und faltig werdender Haut, stumpfem Haar, einem gestörten Immunsystem oder dauernder Müdigkeit führen. Auch hier sehen wir wieder, wie Proteinmangelsymptome fast identisch mit Alterungssymptomen in Erscheinung treten.
  • oder der Entscheidung für eine ausreichende Proteinzufuhr, die aber mit den Folgen einer dauerhaften Belastung (u. a. natürlich auch durch Fett und Cholesterin) unseres Körpers zur Folge hat. Ein prominentes Opfer einer proteinlastigen Ernährung (Atkins-Diät) war Bill Clinton, dem nach einem Herzinfarkt ein Bypass gelegt werden musste.

   Eine amerikanische Forschergruppe am ‚International Nutrition Research Center’ hat jetzt ein Proteinpräparat entwickelt, das eine Lösung für die gesamte Thematik anbietet. Je ‚passender’ nämlich ein Protein für den menschlichen Körper ist, desto besser und vollständiger kann es verwertet werden – und desto weniger davon wird benötigt, um eine umfassende Aminosäureversorgung zu gewährleisten. Der Forschergruppe ist es sozusagen gelungen, den menschlichen Aminosäurecode zu entschlüsseln, d. h. die optimale vom menschlichen Körper verwertbare Form und Zusammensetzung der 8 essentiellen Fettsäuren. Dieses ‚Superprotein’ passt sich so genau in den menschlichen Organismus ein, dass es zu 99% aufbauend verstoffwechselt werden kann; in einem Maß also, das ein Vielfaches über der Verwertbarkeit von Nahrungsproteinen (oder anderen daraus erzeugten Proteinpräparaten) liegt. Entsprechend der hohen Verwertbarkeit entsteht nur eine minimale Abfallmenge: 1%.

proteinstoffwechsel

   Von Nahrungsergänzung zu sprechen, wäre in diesem Fall nur bedingt richtig. MAP (Master Amino Acid Pattern – übersetzt: Optimales Aminosäuremuster’) ist ein extrem hochwertiges Lebensmittel. Die Aminosäuren wurden nicht nur in der optimalen Kombination zusammengestellt, sondern auch mit einer völlig neuartigen Technologie aufbereitet.

   Wie wir ja bereits gesehen haben, setzt unser Körper alle benötigten Körperproteine aus einzelnen Aminosäuren zusammen. Nahrungsproteine müssen dazu vor ihrer Verwertung erst einmal in ihre einzelnen Aminosäurebestandteile zerlegt werden. Dabei entsteht auch der belastende Abfall. Ganz davon abgesehen, dass aufgenommene Nahrungsproteine überhaupt nur zu einem Teil verdaut werden – ein Teil von ihnen wird ganz einfach ungenutzt wieder ausgeschieden – benötigen Nahrungsproteine sehr lange um verdaut, d. h. aufgeschlossen zu werden. Nach einer Mahlzeit kann es mehrere Stunden dauern (vor allem, wenn sie sowohl Proteine als auch Kohlehydrate enthalten hat), bis die Aminosäuren aufgeschlossen und verwertbar zur Verfügung stehen.

   MAP liefert alle 8 essentiellen Aminosäuren nicht nur in der optimalen Kombination, sondern auch in der optimalen Form, nämlich sozusagen vorverdaut. Die Aminosäuren in MAP liegen in freier, kristalliner Form vor, ohne irgendwelche Zusatzstoffe. MAP ist so rein, dass es sogar intravenös verabreicht werden könnte. Durch diese spezielle Art der Aufbereitung stehen die Aminosäuren dem Körper in Rekordzeit zur Verfügung: innerhalb von nur 23 Minuten befinden sie sich im Blutkreislauf und werden überall hintransportiert. Ursprünglich im klinischen Bereich eingesetzt, z. B. bei Mangelernährung, Nieren- und Darmerkrankungen etc., hat das International Nutrition Research Center MAP jetzt auch als ‚Nahrungsergänzung’ einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

   MAP ermöglicht es nun, grosse Mengen Aminosäuren praktisch ohne Belastungen zur Verfügung zu stellen. Und zeitlich genau einsetzbar – z. B. im Rahmen von sportlicher Betätigung. Ersetzt man in Dr. Perricone’s Ernährungsplan Teile des Nahrungsproteins durch MAP, erhält man eine wirklich gesunde Ernährungsform, die Antiaging-Prozesse im Körper wirkungsvoll unterstützt. MAP liefert sozusagen alle Vorteile von Proteinen ohne die Nachteile der Nahrungsproteine: MAP …

  • liefert hochwertige Aminosäuren für den aufbauenden Stoffwechsel
  • optimiert den Zellaufbau und die Zellregeneration im Körper
  • steigert die Muskelkraft, Muskelausdauer und die Muskelmasse
  • festigt und strafft das Körpergewebe (Haut, Bindegewebe, vermindert Cellulite)
  • verringert das Fettgewebe
  • optimiert den Wasserhaushalt des Körpers (z. B. Wassereinlagerungen während der Schwangerschaft oder bei starkem Übergewicht. Hier können bis zu 75% des Übergewichts aus Wasser bestehen, das wegen Aminosäuremangel eingelagert wird)
  • verringert durch die effektive Versorgung der Muskeln deutlich das Verletzungsrisiko und die Regenerationszeit nach körperlicher Anstrengung
  • erzeugt nur 1% Abbauprodukte (gegen über oft mehr als 50 - 85 % bei Nahrungsproteinen)
  • ist aus unbelasteten, rein vegetarischen Rohstoffen hergestellt

Ausführliche Informationen rund um Aminosäuren finden Sie unter
www.optimale-aminosaeuren.de


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iweiss ist wichtig für die Biochemie des Glücks.”

       Dr. Ulrich Strunz