Empfehlung 2: effektiver antioxidativer Schutz für unsere Zellen

Freie Radikale sind tückisch. Sie greifen massiv in den Zellstoffwechsel ein, sie schädigen unsere Gewebe und Organe. Sie sind zur Gesundheitsbedrohung Nummer 1 geworden, denn sie sind verantwortlich für die häufigsten Todesursachen: Herzerkrankungen, Krebs, Alzheimer.
Dr. Müller-Wohlfahrt


  Die zweite Grundlage für Dr. Perricones Antiaging-Programm - und die Empfehlung zahlreicher anderer Wissenschaftler - sind grosse Mengen wirkungsvoller Antioxidantien. Wie wir gesehen haben, sind unsere Zellen ständig Angriffen durch Freie Radikale ausgesetzt. Diese beschädigen oder zerstören die Zellmembran, Zellorganellen oder sogar unsere Erbsubstanz und hinterlassen so irreparabel geschädigte Zellen. Zudem lösen die Freien Radikale den oben beschriebenen Teufelskreis aus, indem sie entzündliche Prozesse hervorrufen, die wiederum neue Freie Radikale entstehen lassen. Antioxidanten – Radikalenfänger – sollten also möglichst Freie Radikale neutralisieren, bevor sie überhaupt Schäden verursachen und diesen Teufelskreis initiieren können. Hierbei geht es nicht nur um eine Vermeidung von Alterungsprozessen, sondern um unsere Gesundheit ganz allgemein!

   Eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien kann also gleich zwei Faktoren für Alterung und Degeneration vorbeugen: den direkten Schädigungen durch Freie Radikale, die Elektronen aus Molekülen herausreissen – und sie kann den Teufelskreis der entzündlichen Vorgänge unterbrechen bzw. gar nicht erst entstehen lassen. Damit kann vermieden werden, dass weitere, zusätzliche Freie Radikale entstehen; aber auch die Entzündungen werden vermindert, die nach Dr. Perricones Theorie Nährboden oder Auslöser für zahlreiche Fehlfunktionen bis hin zu Krankheiten sind. Darüber hinaus sind Entzündungen natürlich eine ständige Belastung unseres Körpers, die Ressourcen verbraucht und unser Immunsystem beansprucht, schlimmstenfalls überfordert.

   Freie Radikale unterstützen das Vorgehen gegen unnötige Degeneration und Alterungserscheinungen noch in anderen Bereichen. Einer der Antiaging-Pioniere, der ungarische Wissenschaftler Dr. Imre Nagy, geht davon aus, dass die Zellmembrane aus einem weiteren Grund ein wichtiger Faktor beim Altern bzw. beim Vorbeugen gegen Altern sei.

   Die zwei Zellmembrane sind im Grunde eine doppellagige Zellplasmamembran. Man kann sich das vorstellen wie zwei dünne ‚Häute’, die flüssig gefüllt sind. Im Laufe der Jahre, auch massiv bedingt durch Freie Radikale, verliert diese Zellplasmamembran zunehmend an Flexibilität. In dem Maße, wie die Zellplasmamembran steifer wird, wird sie auch undurchlässiger für Nährstoffe und Abfallstoffe. Die Nährstoffe gelangen nicht mehr in die Zelle um sie zu versorgen und die Abfallstoffe gelangen nicht mehr aus der Zelle heraus. Die Zelle ‚müllt voll’ und wird deshalb zunehmend schlechter funktionieren. Sind zu viele Giftstoffe eingelagert, stirbt die Zelle.

   Auch Dr. Nagy machte deutlich, dass wir die Zellplasmamembran schützen müssen, wenn wir die Zellen selbst vor Schädigungen durch Freie Radikale schützen wollen. Er definierte drei Kriterien für effektive Antioxidantien:

  • 1. das Antioxidans muss das Freie Radikal neutralisiert haben, bevor es die Zellplasmamembran (oder etwas anderes) schädigen kann
  • 2. es muss ungiftig sein – es gibt viele Radikalenfänger, die hoch effektiv, aber giftig sind
  • 3. das Antioxidans muss in der Lage sein, dort hinzugelangen, wo Schutz benötigt wird – d. h. überall dorthin, wo Freie Radikale entstehen

   Wir vorher bereits erwähnt, gibt es ein einziges Antioxidans, das bei der Bekämpfung Freier Radikale nicht selbst zu einem Freien Radikal wird: aktiver Wasserstoff. Sein zusätzliches Elektron ist so lose gebunden, dass es sofort mit einem Freien Radikal reagieren kann. Als Endprodukt dieser Reaktion entsteht kein neues Freies Radikal, sondern nur Wasser. Anders ausgedrückt: Aktiver Wasserstoff kann ein Elektron schneller zur Verfügung stellen, als das Freie Radikal es von einem anderen Molekül rauben kann.

Neutralisierung Freier Radikale

   Aktiver Wasserstoff besitzt ausserdem eine weitere ungewöhnliche Eigenschaft, die keines der vielen anderen Antioxidantien aufweisen kann: Aktiver Wasserstoff ‚recycelt’ alle anderen Antioxidantien. Bei der Neutralisierung von Freien Radikalen verlieren die anderen Antioxidantien ja ein Elektron. Zurück bleibt ein oxidiertes, beschädigtes Molekül. Ein oxidiertes Vitamin C-Molekül kann also zwar als Radikalenfänger fungieren und ein Freies Radikal entschärfen, anschliessend im Körper nicht mehr die Aufgaben (z. B. im Stoffwechsel) erfüllen, die es in unbeschädigtem Zustand erfüllen sollte. Freie Radikale vernichten also massenweise wertvolle Vitamine! Aktiver Wasserstoff kann jedoch sein überschüssiges Elektron genauso an ein oxidiertes Vitamin C-Molekül abgeben wie an ein Freies Radikal. Es füllt die beschädigte Stelle wieder auf, das Vitamin ist wieder hergestellt und voll funktionsfähig. Manche der anderen Antioxidantien können ebenfalls in begrenztem Maße beschädigte Vitamine wieder ‚auffüllen’, aber nur der aktive Wasserstoff kann alle anderen Antioxidantien recyceln.

   Aktiver Wasserstoff erfüllt auch die nächste von Dr. Nagys Forderungen. Er ist nicht nur ungiftig, er ist sogar einer der meistbenötigten Stoffe im Körper. Z. B. ist Wasserstoff ein wichtiger Faktor bei der ATP-Erzeugung, also beim Aufladen unserer Batterien. Auf Zellebene entscheidet sich, ob wir uns ‘energiereich’ fühlen oder nicht - nämlich, ob ausreichend Energie/ ATP produziert wird. Auch hier haben wir bisher als gegeben hingenommen, dass älter werden oft mit zunehmendem Energieverlust einhergeht. Aber das ist kein ‘normales Alterungssymptom’, sondern einfach ein Zeichen zurückgegangener Energieproduktion in den Zellen. Aktiver Wasserstoff liefert hier das benötigte ‘Brennmaterial’ - und schon funktioniert die Energieproduktion wieder.

   Wasserstoff ist an fast jeder der unzähligen chemischen Reaktionen im Körper beteiligt. Wann immer in unserem Körper Elektronen ausgetauscht werden – z. B. im Rahmen der Zellkommunikation – ist Wasserstoff als Träger dieser Elektronen beteiligt. Funktioniert die Zellkommunikation nicht, können einige wichtige Stoffwechselprozesse in unserem Körper nicht stattfinden.

   Auch Dr. Nagys dritten Punkt kann aktiver Wasserstoff leicht möglich machen. Da Wasserstoff das kleinste aller Elemente ist, gelangt es sogar bis in den Zellkern hinein, d. h. bis direkt an die DNS, unsere Erbsubstanz; und er kann die Blut-Hirn-Schranke durchdringen, die grössere Moleküle nicht bis ins Gehirn gelangen lässt. Die anderen Antioxidantien wie z. B. Vitamine sind dagegen deutlich grössere Moleküle, die teilweise noch nicht einmal die Zellmembran durchdringen können. Sie können also nur Freie Radikale ausserhalb der Zellen neutralisieren - aber bei der Energieproduktion in unseren Zellen entstehen ständig Freie Radikale.

   Der einzige Haken an aktivem Wasserstoff ist, dass er von Natur aus extrem flüchtig ist. Da er so leicht mit anderen Molekülen reagiert – was bei der Bekämpfung von Freien Radikalen natürlich ein extremer Vorteil ist – gibt er sein Elektron extrem schnell ab und verliert damit seine erstaunliche Wirkung. Aktiver Wasserstoff kommt von Natur aus in allen frischen, rohen Früchten und Gemüse vor. Aber sobald man die Früchte erntet oder in Kontakt mit Metall, z. B. einem Messer bringt, geht der aktive Wasserstoff nach und nach verloren. Über unsere Nahrung ist es also nahezu unmöglich, uns mit ausreichenden Mengen aktiven Wasserstoffs zu versorgen.

   Auch hier ist es dem amerikanischen Forscher Dr. Patrick Flanagan gelungen, ein technologisches Kunststück zu vollbringen und den aktiven Wasserstoff stabil zu binden. Er benutzt dazu seine Minimoleküle des Kristallenergie-Konzentrats in leicht modifizierter Form als Trägermaterial. Da Wasserstoff ein so winziges Molekül ist, passen in eine einzige Kapsel von Dr. Flanagans Wasserstoff-Nahrungsergänzung Milliarden aktiver Wasserstoff-Moleküle, d. h. Milliarden wertvoller und wichtiger Antioxidantien, die Milliarden Freie Radikale entschärfen können.

   Diese Tatsachen lassen sich wissenschaftlich leicht belegen. Das antioxidative Potential eines Moleküls kann man mit dem bereits erwähnten ‚Redox-Potential’ ermitteln. Der sogenannte rH-Wert misst die Anzahl der negativ geladenen (‚aktiven’) Wasserstoffionen im Wasser. Eine einzige Kapsel von Dr. Flanagans aktivem Wasserstoff besitzt das antioxidative Potential von 10 000 Gläsern frisch gepresstem Orangensaft – also weit mehr als wir über unsere Nahrung überhaupt zu uns nehmen könnten. Damit besitzt der aktive Wasserstoff ein mehr als tausendmal stärkeres antioxidatives Potential als andere antioxidative Verbindungen wie Vitamin C, Beta-Carotin oder Ubichinon.

DNS DoppelhelixDer aktive Wasserstoff nimmt übrigens noch an einer weiteren wichtigen Stelle einen positiven Einfluss auf die Verlangsamung von Alterungsprozessen, nämlich direkt an unserer Erbsubstanz, der DNS. Die DNS bildet die sogenannte Doppelhelix, zwei umeinander geschlungene Stränge, die wie eine Art Strickleiter aussehen. Die ‚Sprossen’ der Strickleiter bestehen aus je zwei Basen, dem sogenannten Basenpaar. Sie sind über Wasserstoffbrücken miteinander verbunden, die die beiden ‚Holme’ der DNS-Strickleiter in ihrem schraubenförmigen Zustand verknüpft halten. Aktiver Wasserstoff kann dabei helfen, diese Brücken geschmeidig zu halten. Es ist bekannt, dass die DNS-Spirale im Laufe der Jahr immer dichter aufgewickelt wird; sie verliert an Flexibilität. Diese ist jedoch für die Zellreproduktion sehr wichtig. Aktiver Wasserstoff kann die Wasserstoffbrückenbindungen sozusagen frisch und lebendig erhalten. Übrigens hilft hierbei auch das Kristallenergiekonzentrat, das das intrazelluläre Wasser optimiert, in dem die DNS-Helix schwimmt.

   Am Ende der Doppelhelix sitzen die Telomere, ditelomeree in den letzten Jahren von zahlreichen Wissenschaftlern im Hinblick auf Antiaging sehr genau untersucht wurden. Die Telomere sind sozusagen die Endstücke unserer Chromosomen, und bei der Zellteilung gibt es hier beim ‚Kopiervorgang’ aus noch nicht ganz geklärten Gründen Probleme. Die letzten Basenpaare werden praktisch nicht mitkopiert; wenn eine Zelle sich teilt, bricht also jedes Mal ein ‚Telomer-Endstück’ ab. Nach etwa 40 bis 60 Zellteilungen sind die Telomere praktisch ‚verbraucht’, und damit haben die Chromosomenenden kein schützendes Endstück mehr. Dadurch werden die Chromosomen instabil, sie werden dann fehlerhaft dupliziert – oder die Zelle kann als Folge sogar sterben. Einfacher ausgedrückt: in dem Moment, wo die Telomere komplett ‚verbraucht’ sind, ist die Zelle einem rapiden Alterungsprozess ausgesetzt.

   Untersuchungen haben gezeigt, dass aktiver Wasserstoff diesen Vorgang verzögern kann. Die Telomer-Endstücke brechen weniger leicht ab, was zur Folge hat, dass sich die Zelle öfter duplizieren kann. Das bedeutet, dass wir langsamer altern!


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o Wasserstoff-Ionen fehlen, wird der Stoffwechsel gestört, die Kommunikation zwischen den Zellen ist stark reduziert, die Energieproduktion läuft begrenzt ab und Toxine und freie Radikale sammeln sich an  mit erheblichen Auswirkungen auf die Gesundheit.”

         Uwe Karstädt